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© 2002 - 2026
Adventures Unlimited
Hersteller: LucasArts
Vertrieb: Softgold
Steuerung: Maus
Systemanforderungen: Dos 4.0 / 286 12 MHz / 580 KB RAM / ca. 8 MB Festplatte
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Kompatibilität: ScummVM / DOSBox
Deutsch: Komplett (Disk) / nein (CD)
Nachdem Indiana Jones den letzten Kreuzzug hinter sich brachte und damit im Großen und Ganzen der Filmvorlage gerecht wurde, entschied ‚LucasArts‘ einen vierten Teil ganz ohne Filmvorlage unter der Leitung von Hal Barwood zu produzieren. Der ist seines Zeichens echter Drehbuchautor aus Hollywood und vollbrachte, was viele nicht für möglich hielten: Er schuf einen der wichtigsten Adventure-Klassiker überhaupt.

Mit dem Mythos Atlantis sind Generationen aufgewachsen und es stachelte die Phantasie von so vielen Menschen an. Hat es den Kontinent wirklich gegeben? Ein deutscher Wissenschaftler namens Smith ist sich dem jedenfalls absolut sicher. Immerhin ist er im Besitz eines mysteriösen Schlüssels, für den er Indy beauftragt, das passende Schloss zu finden. Der wird wiederum im Barnett College tatsächlich fündig und offenbart damit eine wie Feuer schimmernde Perle. Könnte diese aus dem ominösen Mineral Orichalcum sein, das es angeblich nur in der versunkenen Stadt gegeben haben soll? Doch keine Zeit zum Nachdenken: Mr. Smith sieht sich am Ziel, enttarnt sich selbst als deutscher Nazi-Offizier Klaus Kerner und flieht mit der Errungenschaft. Denn für das Dritte Reich ist nun klar, dass der Mythos wahr sein muss und damit auch sämtliche Hinweise auf die vielen fortschrittlichen Technologien. Wer als erster Atlantis findet und sich diese zu Nutze machen kann, wird wahrscheinlich den Krieg für sich entscheiden können. Vor allem das Orichalcum – als Energiequelle ohne jedwede radioaktive Strahlung – könnte waffenfähig gemacht werden und Atombomben ganz neuer Dimensionen ermöglichen. Ein absolutes Horrorszenario, dem sich Indy schnell annehmen muss. Denn er kennt wohlmöglich das nächste Ziel des deutschen Nazi-Offiziers: Sophia Hapgood. Die gilt immerhin weltweit als angesehene Forscherin im Bereich des untergegangenen Kontinents. Ihr Wissen in falschen Händen könnte die Nazis daher sogar bis zur versunkenen Stadt selbst bringen. Indiana Jones muss sie also vor Kerner erreichen und startet damit einmal mehr ein Abenteuer, das ihn rund um den Globus führt …
Gleich drei Wege in die versunkene Stadt
Erstmals in der 'LucasArts'-Geschichte – und wie wir heute wissen, auch das einzige Mal – werden dem Spieler gleich drei unterschiedliche Möglichkeiten geboten, das Adventure zu beenden. Als Sophias und Indys Nachforschungen sie nämlich zurück zum Barnett College führen, werden wir vor die Wahl gestellt, die Reise weiterhin mit Sophia anzugehen (Team-Weg) oder alleine loszuziehen. Bei Letzterem liegt es dann an uns, ob wir schwierigere Rätsel möchten (Denk-Weg) oder lieber öfter mal die Fäuste sprechen lassen (Action-Weg), dessen Spiel-Erfahrung ungefähr an 'Indiana Jones and the Last Crusade' anlehnt. Unabhängig davon, wie wir uns entscheiden, finden die drei aufgetrudelten Wege im letzten Viertel dann wieder zusammen. Der Wiederspielwert, der mit den drei Lösungspfaden geboten wird, ist somit hoch wie nie zuvor. Immerhin sehen wir manche Locations oder erleben einige Rätsel ausschließlich auf bestimmten Wegen. Der Vulkan-Insel Thera statten wir beispielsweise nur in der Action- und Denk-Fassung einen Besuch ab – und dann auf verschiedene Weisen – während uns das gemeinsame Rätseln mit Sophia eben überhaupt nicht auf dieses abgelegene Eiland führt. Letztlich ist dieses System richtig gut durchdacht und bietet damit eigentlich gleich drei Adventures in einem.
Satte 200 Locations!
Mit dem Erscheinen im Jahre 1992 lieferte Entwickler 'LucasArts' das mit Abstand größte Adventure der Firmengeschichte ab. Auf der Spielpackung wird gar mit über 200 verschiedenen Räumlichkeiten geworben – ein riesiger Umfang, der jedoch näher betrachtet ein wenig von seiner Wirkung verliert. So durchstreifen wir an der Seite Indys zwar tatsächlich diese große Menge an Locations, doch werden hierbei auch die zahlreiche Labyrinthe oder redundante Räume mitgerechnet, wo sich jedes Mal nur gewisse Details verändern. Nichtdestotrotz ist der Umfang dennoch beachtenswert. Im Übrigen wurde die hauseigene SCUMM-Engine extra für Indys vierten Ausflug überarbeitet und bietet zusätzlich ein optisch interessantes Feature: Begeben wir uns in dunkle Räume passt sich nämlich automatisch nach und nach unser virtuelles Auge an die mageren Lichtverhältnisse an. Sehen wir anfangs nur einen pechschwarzen Screen, können wir in den darauffolgenden Minuten dann immer deutlicher Konturen der verschiedenen Objekte in den Locations erkennen, wie es die natürliche Adaptation des menschlichen Auges tun würde.
Näher an den Filmvorlagen
Dass wir in einem Adventure mit allerhand Rätsel konfrontiert werden, ist natürlich nichts Ungewöhnliches. Zu meckern gibt’s vor allem in diesem Punkt nichts. Die Grübelkost fügt sich hervorragend in die Handlung ein und zeigt sich ausnehmend gut durchdacht. Obgleich sich im Laufe der Zeit unser Inventar teils beträchtlich füllt, scheint man immer genau zu wissen, was als Nächstes zu tun ist und welche Gegenstände dafür in Betracht kommen könnten. Im Team-Weg, mit Sophia an unserer Seite, steht auch ihre Meinung zum Geschehen als helfende Komponente bereit. Damit bietet uns der Rotschopf gern den ein oder anderen Gedächtnis-Anstupser, der uns zumindest in die richtige Richtung schauen lässt. Hin und wieder wird der Adventure-Alltag auch sehr stimmig mit allerhand Action-Sequenzen aufgelockert: So müssen wir einmal in Monte Carlo in einer waghalsigen Verfolgungsjagd geschickt ein Auto rammen; einen Zeppelin quer durch die Wüste zu einer verlassenen Ausgrabungsstätte fliegen; auf einem Kamel reiten und sogar mit einem U-Boot auf Tauchstation gehen. Das alles fügt sich tadellos in die Handlung ein und kommt damit ein ganzes Stück näher an die Filmvorlagen. Um die Story voranzutreiben wird außerdem in unregelmäßigen Abständen das Geschehen unterbrochen und wir sehen in selbst laufenden Sequenzen, was Kerner und Professor Übermann gerade so treiben und vor allem, wo sie momentan bei ihrer Atlantis-Suche stehen.
Der iMuse-Musikmotor
Bereits mit 'Monkey Island II' zeigten die Mannen von 'LucasArts', wie sich eine dynamische Anpassung des Soundtracks an das aktuelle Geschehen anhören kann. Im „vierten“ Indy kommt das zwar erneut zum Einsatz, doch spürbar weniger als noch in der zweiten Affeninsel. Trotzdem ist der Soundtrack vom hauseigenen Komponisten Michael Land wahrscheinlich eine seiner besten Arbeiten. Die zahllosen und angenehmen Melodien unterstreichen das Adventure passend und bieten einen starken Wiedererkennungswert. Wir empfehlen allerdings unbedingt bei der PC-Version auf die Roland-MT32-Soundunterstützung zu setzen, die nicht nur die Qualität des Soundtracks beträchtlich erhöht, sondern diesen zudem voluminöser erstrahlen lässt. Der Unterschied ist jedenfalls enorm: Wer 'Indiana Jones IV' in der PC-Version einmal so gespielt hat, möchte anschließend nicht mehr darauf verzichten wollen. Dank dem Interpreter 'ScummVM' heute kein Problem, anno 1992 musste dafür noch extra eine rund 400 DM teuere Roland-Soundkarte angeschafft werden. Amiga-Nutzer kommen allerdings leider nicht in die Gunst, das Potential des iMuse-Musikmotors zu nutzen. Als kleinen Ausgleich brauchen die dafür jedoch wie gewohnt keine zusätzliche Peripherie und dürfen einen nichtsdestotrotz hochwertigen Soundtrack durch den internen Paula-Chip erwarten. Der passt sich nur eben nicht an die Situation an wie es beim PC-Bruder der Fall ist. Bei der „Freundin“ von Commodore laufen die Melodien wie von CD und beinahe ohne das Spielgeschehen überhaupt zu berücksichtigen. Unserer Meinung nach verschmerzbar, dennoch ein wenig schade.
Limitierte CD-Fassung mit Sprachausgabe
Nebst der normalen Diskettenversion hat es auch eine limitierte Fassung für die runde Schillerscheibe in den Handel geschafft. Änderungen am Hauptspiel wurden mit der allerdings keine durchgeführt, sie bietet jedoch zusätzlich eine komplett englische Tonspur. Indiana Jones wird hierbei von Doug Lee gesprochen, der mit seiner dunklen Stimme nah genug an Harrison Ford herankommt, um ihm diese Rolle entsprechend abzunehmen. Mittels Fan-Patch und dem Interpreter 'ScummVM' ist zudem die Kombination der deutschen Disketten-Version möglich, womit dann zumindest deutsche Untertitel geboten werden. Doch auch ohne englische Sprachausgabe glänzt die deutsche Floppyfassung alleine bereits mit soviel Charme und bietet eine derart gelungene Atmosphäre, dass die fehlende Sprachausgabe da kaum auffällt.
'Indy IV' ist ein absolutes Meisterwerk!
Es ist schon verrückt: 'Indiana Jones and the Fate of Atlantis' ist aus dem Jahre 1992 und dennoch müssen sich Neuerscheinungen dieser Tage noch immer den Vergleich mit diesem Adenture gefallen lassen. Das kommt nicht von ungefähr: Projektleiter und Schreiber der Story Hal Barwood war damals bereits Drehbuchautor für Hollywood-Produktionen und schlichtweg ein Glücksgriff. Die Suche nach Atlantis ist nämlich derart toll erzählt, dass man ohne größere Änderungen wahrscheinlich problemlos ein weiteres Mal die Kinoleinwände damit erobern könnte. Dieses Meisterwerk gehört nicht nur in jede Adventure-Sammlung, es sollte eines der zentralsten Elemente darin sein. Wir persönlich verbinden mit diesem Titel extrem viele und tolle Erinnerungen an ausschweifende Grübelabende und -nachmittage. Manchmal wünschten wir uns sogar, wir könnten die Erlebnisse einfach aus unserem Gedächtnis löschen und 'Indy IV' noch einmal ganz von Neuem erleben. Denn als wir damals den dritten und letzten der drei möglichen Lösungswege abschlossen und den Abspann sahen, lag eine ungeheure Demut und Schwermut in der Luft, dass es nun vorbei war. Diese Gefühle haben nur eine Handvoll Titel überhaupt bei uns je auslösen können, weshalb wir die Suche nach dem versunkenen Kontinent noch so viele Male erneut erlebten. Es ist wie sein Lieblingsbuch oder den Lieblingsfilm immer wieder aus dem Regal zu holen. Denn was sind schon die Jahre, die seit 1992 vergangen sind? Meisterwerke wie dieses sind ohnehin nur Eines: Absolut zeitlos!

[ Klassiker-Test (neu aufgelegt) _ 26.07.2016 ]
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