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USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Offizielle Webseite: www.lifeisstrange.com
Deutsch: Untertitel
Man muss schon offen zugeben, dass wohl niemand DONTNOD Entertainments Meisterwerk ‚Life is Strange‘ kommen sah. Es erzählte eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über Freundschaft, Vertrauen, das Treffen von Entscheidungen und das Leben mit den Konsequenzen. Was ein unglaublicher Trip das war, der ungedämpft noch immer in den Köpfen so vieler Gamer nachhallt. Man hatte einfach die Charaktere Max und Chloe so was von lieb gewonnen, mit ihnen gelacht und ist durch schwere Zeiten gegangen... Man konnte kaum genug bekommen. In unseren Augen noch immer absolut unglaublich, was die französiche Schmiede hier leistete! Die Charakterzeichnungen ihrer Geschichte fühlte sich so real an, mancher vergaß glatt, dass Max und Chloe nur als Nullen und Einsen existieren.

Wir erinnern uns: Max Caulfield kam nach längerer Abwesenheit zurück nach Arcadia Bay und traf erneut auf ihre beste Freundin Chloe, die sie damals leider zurücklassen musste. Die Freude war groß, doch leider verdunkelte eine Sache das traute Wiedersehen: Chloe hatte nämlich in der Zwischenzeit weitergelebt und in Rachel Amber eine wichtige neue Freundin gefunden. Doch die ist zum Schmerz Chloes – wie auch einige andere junge Mädchen – seit einiger Zeit spurlos verschwunden. Deshalb machen sich beide auf, die bisherigen Erkenntnisse zum Fall durchzugehen und letztlich jeder noch so kleinen Spur hinterher zu jagen, um letztlich hinter das Verschwinden der jungen Rachel zu kommen. Keine Sorge, wir verraten kein weiteres Wort, denn die erste Staffel von ‚Life is Strange‘ ist derart gelungen, dass wir sie den Neulingen unter Euch unbedingt ans Herz legen möchten. Die erste Episode ist zudem dauerhaft gratis bei ‚Steam‘ zu bekommen. Ihr habt nichts zu verlieren. Von daher unbedingt reinschauen!
Drei Jahre zuvor: „Before the Storm“
Eines ist nach dem Spielen der ersten Staffel von ‚Life is Strange‘ wohl Fakt: Die Fans wollten einfach mehr, weshalb wir mit „Before the Storm“ ganze drei Jahre in die Vergangenheit reisen. In der Rolle der jungen Chloe Price erleben wir nun hautnah das Erwachen der einzigartigen Freundschaft zwischen ihr und Rachel Amber hautnah mit. Wir erfahren und verstehen, was diese Bindung für Chloe letztlich bedeutete und erleben sie obendrein von einer ganz anderen Seite. Dabei setzt die Prequel-Staffel zeitlich geschickt genau kurz vor den Ereignissen dieser neuen Freundschaft an. Gerade einmal 24 Monate ist es her, dass Chloe ihren über alles geliebten Vater bei einem schweren Autounfall verlor. Diese Katastrophe hat sie sichtlich gezeichnet, zudem ist ihre Freundin Max vor geraumer Zeit weggezogen. Noch immer versucht Chloe daher alleine zu verarbeiten, dass ihr Dad nicht mehr da ist, was ihr jedoch nicht so recht zu gelingen scheint. Ihre Mutter hat sich zu ihrem Unverständnis bereits neu verliebt und ist wieder glücklich. Auch wenn sie dieses Glück ihrer Mutter gönnt, ist es für sie selbst noch viel zu früh, ihren Vater gehen zu lassen. In all ihrer Wut und Trauer rebelliert sie jedoch derart übermäßig, dass ihr gar der Rauswurf aus der Blackwell-Akademie droht. Genau in diesem Moment trifft sie auf die junge Kommilitonin Rachel Amber, die im Handumdrehen ihre ganze Welt auf den Kopf stellt. Und schnell zeigen sich zwei Punkte ganz deutlich. Erstens: Die Freundschaft wird für beide etwas ganz, ganz Besonderes sein und Zweitens: Nach „Before the Storm“ werden wir als Spieler die erste Staffel von ‚Life is Strange‘ sowie Chloes Worte darin über ihre Freundin Rachel unbestritten mit vollkommen anderen Augen sehen...
Atmosphäre zum Mitfühlen
Erneut zieht uns die melancholische Atmosphäre beinahe unwirklich stark in ihren Bann. Wie in einem guten Buch geht man mit jeder fortschreitenden Spieleminute in dieser Welt auf, lernt die Menschen auf ganz persönlichen Ebenen kennen und bekommt gar das Gefühl, sie letztlich einschätzen sowie deren Motive verstehen zu können. Und ebenso wie die Protagonisten – allen voran Chloe und Rachel – fühlen wir die Situationen nach, erleben diese mit der gleichen Intensität. Wir erwischen uns beim Lachen, Mitfiebern und Traurig-sein. Man vergisst einfach nur zu gern, dass es keine realen Personen sind, sondern lediglich Spielfiguren, mit denen wir interagieren. Die Umsetzung ist einfach eine Nummer für sich und lässt uns noch immer vollkommen platt zurück. Ebenso schafft es der eingängige Soundtrack, der größtenteils extra für diese kurze Staffel aufgezeichnet wurde, diese besondere Atmosphäre mit einer Bravour zu unterstreichen, welche wir ohne Gewissensbisse als praktisch perfekt bezeichnen. Jede Note passt so sehr in die Spieleminuten, dass uns das alles nur noch mehr unter die Haut geht. Im Moment ist der Soundtrack zwar noch nicht in seiner Gesamtheit käuflich zu haben, aber man wird wohl kaum um den herumkommen. Denn nun verbindet man etwas mit jeder einzelnen Note – und dabei scheint es egal zu sein, dass es keine realen Erlebnisse sind, sondern nur fiktive in einem Computerspiel. Ganz, ganz große Klasse ist überdies die Leistung der (englischen) Sprecher. Es ist eine Wucht, dieser Intensität zu lauschen. Für Nicht-Engländer finden sich unter anderem deutsche Untertitel. Wir hätten nie gedacht, das mal schreiben zu müssen, aber wir sind froh, dass man die Lokalisierung auf die Texte beschränkte. Die Leistungen der englischen Sprecher ist unbeschreiblich und fühlt sich realer als alles an, was wir bislang in einem Computerspiel zu hören bekommen haben – selbst besser als in der eigentlichen Haupt-Staffel.
Das System der Widerworte
So viele Superlative, doch etwas Kritik müssen wir dennoch fallen lassen. Obwohl es sich bei „Before the Storm“ um die Vorgeschichte handelt, ließ es sich der Entwickler „Deck Nine“ nicht nehmen und implementierte eine zusätzliche Möglichkeit mit seinem Gegenüber zu interagieren. Das System der Widerworte funktioniert dabei wie folgt: Wir hören dem Gesprächspartner aufmerksam zu, beobachten dessen Reaktionen und müssen versuchen, seine Einstellung derart zu manipulieren, dass dieser uns gibt, was wir wollen. Das liest sich sicherlich auf dem Papier ganz gut, doch die tatsächliche Umsetzung ist so eine Sache. In unseren Augen funktioniert dieses System nämlich nur bedingt. Zu Beginn beleidigen wir beispielsweise einen Türsteher so lange, bis der uns „cool“ findet und uns anschließend durchlässt. Was wir damit sagen wollen: Es wirkt doch teilweise ein klein wenig aufgesetzt oder zu viel des Guten. Schlimm empfanden wir es nichtsdestotrotz keineswegs, obgleich hier die Rückspul-Funktion des Hauptspieles natürlich fehlt, um die verschiedenen Möglichkeiten auszuprobieren. Unter‘m Strich bleibt auch beim Prequel die Erzählweise relativ linear. Schaffen wir es also nicht, eine Person auf unsere Seite zu ziehen, so wird einfach ein alternatives Szenario abgespielt, bei dem wir letztlich dennoch das bekommen, was wir von Anfang an wollten. Generell mag die Linearität dem Ein oder Anderen aufstoßen, doch man darf nicht vergessen, dass – ähnlich wie bei den ‚Telltale Games‘-Adventures – eine Geschichte erzählt werden will. Und wenn man die auf den Punkt bringen möchte, sind zu starke Abzweigungen eher hinderlich. Hat uns das bei „Before the Storm“ gestört? Nein, nicht eine einzige Sekunde.
Neue Engine im alten Gewand
Der Wechsel der Engine von 'Unreal' zu 'Unity' ist auf den ersten Blick nicht wahrzunehmen, erstrahlt das Gesehene optisch ziemlich ähnlich wie die Hauptstaffel. Es scheint, als habe man sich trotz des neuen Unterbaus auf die bereits bekannten Assets verlassen. Obwohl das Ganze nicht wirklich taufrisch aussieht, schaffen es die Grafiken dennoch durchweg zu überzeugen, was auch der Detailverliebtheit zuzuschreiben ist. Mögen die Locations in ihrer Anzahl recht überschaubar sein, doch das, was zu sehen ist, wurde mit viel Liebe gestaltet, auf das die Macher sichtlich stolz sind. Hin und wieder können wir uns nämlich mit Chloe auf eine Bank setzen, ihre Gedanken schweifen lassen und bekommen optisch die unterschiedlichsten Kamerawinkel der Szenerie geboten – ebenso wenn eine neue Location eingeführt wird oder in den zahllosen Zwischensequenzen. Das ist beinahe ausnahmslos toll anzusehen und gibt gleichzeitig ein gewisses Gefühl für den Ort an sich. Sehr überzeugt haben uns außerdem die hervorragenden Charakteranimationen, welche größtenteils im Motion-Capturing-Verfahren entstanden sind. Vor allem die Gesichtsmimik sowie die Augen, gepaart mit der bereits erwähnten hervorragenden Leistung der Sprecher, bieten eine beinahe perfekte Illusion echter, menschlicher Gefühle! Eine bemerkenswerte Leistung!
Das „Deluxe“ der Deluxe-Edition
Die erste Staffel war mit dem Season-Pass noch komplett zu haben, die Prequel-Runde gibt sich jedoch in zwei Fassungen: Normal und Deluxe. Während das „normale“ Erlebnis die komplette Staffel umfasst, wird man nur mit der Deluxe-Edition in den kommenden Wochen in den Genuss einer Bonus-Episode kommen, mit der wir (vielleicht zum aller letzten Mal) erneut in Max Caulfields Rolle schlüpfen dürfen, um die Freundschaft zwischen Chloe und ihr – Jahre vor allen Ereignissen – zu erleben. Sofern die erscheint, werden wir uns die natürlich ebenfalls anschauen und diesen Artikel entsprechend erweitern. Ansonsten finden sich für die „Deluxe-Käufer“ alternative Kleidungen im Spiel. Hin und wieder dürfen wir an gewissen Punkten der Geschichte Chloe nämlich in andere Sachen schlüpfen lassen. Davon abgesehen können wir mit dem „Mixtape“-Modus vorgefertigte Szenen der Spielwelt mit unserer lokal gespeicherten Lieblingsmusik anschauen. Beides ganz nett – jedoch nicht unbedingt notwendig.
Einfach nicht zu fassen!
Es ist keine 24 Stunden her, seit der Abspann über unseren Bildschirm flimmerte und noch immer hallen so viele Gedanken nach. Wir bekommen das Gesehene beinahe gar nicht mehr so richtig aus dem Kopf. Vor allem in Bezug auf den Umstand, dass wir das Erstlingswerk mit Max Caulfield nicht vergessen haben und wir daher die Schicksale einzelner Figuren nur zu gut wissen. Das Ende von „Before the Storm“ lässt uns aufgrunddessen in einem wahren Gefühlschaos zurück. Noch immer können wir es kaum glauben – ja, kaum fassen – wie sehr uns die Protagonisten mittlerweile ans Herz gewachsen sind. Es gab schon vorher Spielereihen, die Ähnliches zu leisten vermochten. Einst in der Haut eines Commander Shepard in der ‚Mass Effect‘-Reihe die Geschicke der Galaxis in den Händen zu halten, schweißte uns ebenso in einer nie vorher dagewesenen Form an die Besatzungsmitglieder. Es war uns wichtig, wie es ihnen ergeht und vor allem, dass sie das Abenteuer überleben. Doch was ‚Life is Strange: Before the Storm‘ in nur drei Episoden liefert, geht noch einen ganzen Schritt weiter. Die Geschehnisse rund um Chloe und Rachel mögen keine Schicksale ganzer Galaxien in sich bergen, doch sie gehen beispiellos unter die Haut. Wir haben schon sehr oft gedacht, dass uns Figuren in Computerspielen nahe gehen konnten, aber dies war bei weitem nicht so intensiv wie in diesem kleinen Meisterwerk. Chloe von ihrer sensiblen Seite zu sehen, gebrochen, von Trauer zerfressen und dann den Lichtschein in Form von Rachel Amber mitzuerleben, ist eine Erfahrung, die selbst Herzen aus Stein nicht kalt lassen dürfte. Alles fühlt sich so real an: nachvollziehbar, schmerzhaft oder voller Freude. In unseren Augen überflügelt „Before the Storm“ sogar noch das vorangegange Meisterstück mit Max Caulfield in der Hauptrolle. Wer allerdings erst jetzt Interesse für die Serie bekommt, dem empfehlen wir jedoch trotzdem nicht mit diesen drei Episoden einzusteigen. Sie mögen zwar die Vorgeschichte erzählen, zielen jedoch mit zahlreichen Anspielungen und Anleihen ganz klar auf die Gruppe der bereits Wissenden. Einmal mehr sprechen wir eine außerordentlich hohe Empfehlung aus und können jedem nur raten, erst die Reise von Max und dann die von Chloe und Rachel anzugehen. Denn es sind zwei wahre Meisterstücke der zeitgenössischen Spielegeschichte und werden sicherlich noch für Jahre unvergessen bleiben.

[ 28.12.2017 ]

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