| Hersteller:
| Wyrmkeep Entertainment
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| Vertrieb:
| Softgold
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| Steuerung:
| Maus
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| Systemanforderungen:
| DOS 5.0 / 386 12 MHz / 2 MB RAM / ca. 10 MB Festplatte (Disk) & ca. 1 MB (CD-Version)
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| USK:
| Freigabe ohne Altersbeschränkung
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| Kompatibilität:
| getestet mit WinXP (Neuauflage) / ScummVM / DOSBox
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In einer fernen Zukunft ist die Menschheit bereits Geschichte und die Erde gehört wieder ganz den Tieren. Leidiglich alte Wandmalereien erinnern an die einstigen Herrscher der Erde, welche den Tieren, noch lange nach ihrer Abwesenheit, viele Rätsel über ihr Verschwinden aufgeben.
Die Geschichte beginnt mit dem jungen Fuchs Rif, der sich zusammen mit seiner Freundin Rhene zu einem Jahrmarkt aufmacht. Als Meister der Rätsel in seinem Dorf reizt es ihn, endlich gegen andere Stämme anzutreten. Leider aber wird das freudige Beisammensein von dunklen Ereignissen überschattet: Die Sturmkugel wurde gestohlen. Eine der letzten Hinterlassenschaften der Menschheit. Sie hat die Macht, das Wetter vorherzusagen und nach eigenem Willen zu beeinflussen. Nur durch ihre Hilfe können die Tiere ihre Felder bestellen, ohne sie sind sie hingegen verloren. Aufgrund des Klischees, dass Füchse hinterhältig sein sollen, beschuldigt die Meute den jungen Rif dieses Diebstahls. Und sofern er nicht im Kerker verenden möchte, liegt es an ihm, seine Unschuld zu beweisen und das Mysterium um die verschwundene Kugel zu lüften. Jedoch traut niemand seinen Ermittlungen, weshalb ihm zwei Begleiter an die Fersen geheftet werden: Der Keiler Okk und der Elch Eah. Als Pfand wird zudem Rifs Angebettete Rhene in den Kerker geworfen, mit der Drohung, die Arme zu töten, falls seine Suche erfolglos bleiben sollte.
Das gesamte Fabel-Adventure erstrahlt dabei in einem trickfilmähnlichen Look. Die insgesamt über 300 verschiedenen Location sahen für ihre Zeit großartig aus. Zudem war die hohe Anzahl ein neuer Rekord im Genre. Die Dörfer der einzelnen Stämme werden allerdings in isometrischer 3D-Ansicht dargestellt, um so eine bessere Übersicht zu gewährleisten. Das funktioniert im Grunde recht gut. Sound und Musik können sich ebenfalls hören lassen, besonders die Sprachausgabe weiß mit den professionellen Sprechern sehr zu gefallen. Die Steuerung erinnert an die LucasArts-Vorbilder und ist daher flott erlernt. Die Multiple-Choice-Gespräche blenden außerdem ein kleines Bild der beiden Gesprächspartner in der unteren Leiste ein, durch welche die jeweiligen Stimmungen, anhand der Gesichtsmimik, erkennbar sind. So legt Rif beispielsweise bei Furcht die Ohren an oder spitzt sie wiederrum, wenn es etwas interessantes zu erfahren gibt. Ein nettes Feature.
Die Rätsel im Spiel sind zumeist von der leicht zu lösenden Sorte, womit 'Erben der Erde' vor allem auch durch die gewaltlose Erzählung etwas für die jüngere Liga sein dürfte. Die Story ist dabei dennoch für alle Generationen gleichermaßen interessant, die langsam mehr und mehr Geheimnisse über die verschollene Sturmkugel und damit auch über die Menschheit enthüllt. Ganz klare Empfehlung!
[ Klassiker-Test ]
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