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© 2002 - 2026
Adventures Unlimited
Hersteller: Lucasfilm Games
Vertrieb: Softgold
Steuerung: Maus
Systemanforderungen: Dos / XT/AT / ca. 2 MB Festplatte
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Kompatibilität: ScummVM / DOSBox
Deutsch: Komplett
Mit diesem Comic-Krimi schuf ‚Lucasfilm Games‘ 1987 im Alleingang mal so eben einen Standard für das gesamte Genre: Plötzlich war Tipparbeit nicht mehr gefragt, dafür aber viel, viel Grafik. Die Geburtsstunde des SCUMM-Systems (‚Script Utility for Maniac Mansion‘) war dabei so weitreichend, dass es praktisch in sämtlichen Veröffentlichungen danach erneut zum Einsatz kam. Und das keinesfalls ausschließlich in den ‚Lucasfilm Games‘-Entwicklungen. Auch die versammelte Konkurrenz erkannte die Vorteile nach nur einem Wimpernschlag und nutzte Ron Gilberts Adventure-Steuerung praktisch seitdem als Blaupause. Kein Wunder also, dass sich selbst heute das Grundprinzip in beinahe sämtlichen Veröffentlichungen widerspiegelt ...

Seltsame Dinge geschehen auf dem Anwesen von Dr. Fred. Ein junges Mädchen namens Sandy wird vermisst und schnell deuten alle Zeichen auf das alte Herrenhaus hin. So macht sich ihr Freund Dave in bester Achtziger-Jahre-Goonies-Tradition mit zwei Freunden daran, sie aus diesem Gruselkabinett der Edison-Behausung herauszuholen. Dr. Fred gilt nämlich seit einem Meteoriteneinschlag vor rund zwanzig Jahren als ziemlich verrückt und macht seinem Geisteszustand alle Ehre. Er möchte an der jungen Sandy einige schräge Experimente durchführen, was Dave und seine Freunde natürlich unbedingt verhindern müssen. Doch das ist alles viel leichter gesagt als getan. Immerhin macht die ganze Familie auf die drei Retter ebenfalls Jagd, sobald sie das Haus betreten. Mit Köpfchen, Bedacht und ein wenig Vorplanung heißt es daher, sich dieser Herausforderung zu stellen.
Zu dritt ins Ungewisse
Doch bevor das eigentliche Abenteuer so richtig losgeht, muss man sich aus insgesamt sieben zur Verfügung stehenden Kids zwei aussuchen. Dave ist hierbei jedoch nicht abwählbar und demzufolge ständig Teil des Trios. Während des Spieles kann dann jederzeit und in Echtzeit zwischen den Teilnehmern hin und her geschaltet werden. Eine große Stärke des Adventures ist dabei, dass sich die Präferenz für die beiden anderen Mitstreiter nicht als reiner Selbstzweck entpuppt. Im Anwesen angekommen merkt man nämlich ziemlich flott, dass jeder jugendliche Mitstreiter seine ganz eigenen Talente mit sich bringt. Gewisse Rätsel können eben nur mit bestimmten Charakteren überhaupt gelöst werden. Hat man also im ersten Spieldurchlauf ein Hindernis mit einem der Jugendlichen aus dem Weg geräumt, muss das nicht zwingend beim erneuten Spielen mit jemand anderem funktionieren. So hat Bernard als Technik-Nerd logischerweise mehr Ahnung vom Zusammenschrauben eines Radios als der Filmenthusiast und Schülerzeitungsfotograph Michael. Alternative Lösungswege und Umdenken sind daher gefragt. Letztlich hat dies gehörigen Einfluss auf den Handlungsverlauf und den eigentlichen Ausgang des Abenteuers. Vor allem dadurch liegt der Wiederspielwert unglaublich hoch, was eine der großen Stärken von ‚Maniac Mansion‘ ist. Wer alles sehen möchte, der kommt um mehrere Durchläufe mit verschiedensten Charakter-Kombinationen nicht herum.
Das SCUMM-Interface
Anno 1987 veränderte die SCUMM-Steuerung – die ausgeschrieben auf den langen Namen „Script Creation Utility for Maniac Mansion“ hört – so ziemlich alles, was man bis dahin kannte. Text-Adventures, bei denen umständlich sämtliche Aktionen von Hand über einen so genannten Parser eingegeben werden mussten, waren noch Standard. Ron Gilbert und Aric Wilmunder wollten sich damit allerdings nicht zufrieden geben und schufen mit SCUMM eine Engine, die seitdem unzählige Male kopiert wurde und eine Reihe von anklickbaren Aktionen und Verben zur Verfügung stellt. Damit ließ sich das Adventure intuitiver steuern als alles, was zu dieser Zeit im Genre auf dem Markt war. Ursprünglich für ‚Maniac Mansion‘ konzipiert, hat diese erste Fassung jedoch auch so ihre Nachteile. Die fallen vor allem Nostalgikern auf, die sich heute an dieses Machwerk setzen möchten. Gegenstände werden nämlich nicht automatisch hervorgehoben, wenn wir sie mit dem Maus-Cursor überfahren. Das funktioniert erst durch das Aktivieren der Aktion „Was ist“. Bei der können wir uns allerdings nicht bewegen, was ein ständiges Hin und Her zwischen diesem und „Gehe zu“ zur Folge hat. Dies nimmt flotten Abenteurern heutzutage ein wenig den Wind aus den Segeln. Besonders in zu Beginn dunklen Locations fällt das stark auf, bei denen wir erst mit „Was ist“ den Lichtschalter suchen, nur um den dann noch einmal mit der Aktion „Schalt ein“ erneut aufzuspüren. Wer damit überhaupt nicht zurecht kommt, der sollte sich unsere Info-Box weiter unten ganz genau anschauen. Ansonsten sind im Original obendrein einige Verben wenig bis gar nicht in Benutzung, was zeitraubendes Durchprobieren zur Folge haben kann. Dennoch werfen wir der SCUMM-Engine diese kleinen Stolpersteine nicht vor: 1987 war sie wegweisend und legte den Grundstein für den Erfolg der Grafik-Adventures in den darauffolgenden Jahren.
Der Zahn der Zeit
Wer sich heute erneut ins Abenteuer stürzen möchte, der greift entweder zu ‚Maniac Mansion Deluxe‘ (siehe Infokasten) oder sollte die Nostalgiebrille mit den dicksten Gläsern aufsetzen. Vor allem das EGA-Farbspektrum, welches die Möglichkeiten von Amiga und PC keineswegs richtig nutzt, ist aus heutiger Sicht ziemlich eingerostet. Dennoch kann man dem Look schon noch einiges abgewinnen, der durch die überdimensionierten Köpfe der einzelnen Figuren zumindest ein wenig Cartoon-Feeling aufkommen lässt. Musikalisch hält sich das Adventure hingegen äußerst bedeckt und bietet in der originalen PC-Fassung ausschließlich Speaker-Gepiepse, während der musikbegabtere Amiga ebenfalls weit hinter dem bleibt, zu was er eigentlich fähig wäre. Hin und wieder ein paar Soundeffekte, wie die tickende Uhr im Eingangsbereich oder das Geräusch einer zersplitternden Glasflasche, mehr gibt es nicht. Musik sogar nur in der Einleitung und im Finale. Trotzdem ist es gerade die Version für Commodores „Freundin“, die wir von den originalen Fassungen am stärksten präferieren und empfehlen.
Amiga mit bester 16-Bit-Version
‚Maniac Mansion‘ ist 1987 erschienen und damit zu einer Zeit als es sogar noch unter Commodore-Rechnern kleine Rivalitäten gab. Denn neben der Amiga-Fassung, die in Grafik und Sound definitiv am Empfehlenswertesten ist, gesellt sich die für den Commodore 64. Die holte nebenbei grafisch so ziemlich alles aus dem „Brotkasten“ heraus, was die 64 KByte an Arbeitspeicher hergaben. Die PC-Version findet sich irgendwo zwischen den beiden Commodore-Geschwistern, sämtliche Screenshots dieses Klassiker-Reviews stammen übrigens von dieser Fassung. Allerdings fristeten Festplatten selbst auf dem weiterentwickelten Amiga damals durch hohe Preise ein ziemliches Nischendasein. Eine Installation war zwar möglich, doch Abenteurer ohne Harddisk mussten direkt auf der ersten Game-Diskette den Fortschritt (maximal möglich waren zehn Spielstände) sichern, womit ‚Lucasfilm Games‘ eine der heiligsten Regeln der Computer-Welt brach, niemals originale Disketten zum Speichern zu verwenden! Heute ist dies natürlich zu vernachlässigen, da mit dem Interpreter ‚ScummVM‘ jede der Fassungen problemlos auf allen möglichen Endgeräten den Dienst antritt und dort wohlbehütet auf einem Massenspeichermedium schlummert, welcher die originalen Disks nicht weiter kümmert.
Hinweis: 'Maniac Mansion Deluxe' - Das kostenlose Fan-Remake
2007 veröffentlichte die Fan-Schmiede 'LucasFanGames' eine komplett überarbeitete Fassung des Originals: 'Maniac Mansion Deluxe'. Angelehnt an die FM-Towns-Versionen von 'LucasArts' kommt diese mit in VGA aufgehübschten Locations in 256 Farben sowie einem überarbeiteten SCUMM-Interface daher. In Letzterem gibt es weniger Verben und die Gegenstände werden als Minigrafik dargestellt. Das Fan-Remake ist vollkommen kostenlos und inhaltlich beinahe eine 1:1-Kopie des Originals.
(Zum Download)
Ein Klassiker und eine Legende zugleich
Der Trip der drei (davon zwei frei wählbaren) Kids hat absolut zurecht einen Nistplatz in vielen Herzen und Hirnwindungen zahlreicher adventurebegeisterter Spieler gefunden. Wer das Glück besaß, damit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung während der Endachtziger in Kontakt zu kommen, dem offenbarte sich buchstäblich eine völlig neue Welt. Das Adventure-Genre, das bislang noch sehr textlastig und allenfalls mit Parsern gesteuert werden konnte, machte durch die beiden findigen Entwickler Ron Gilbert und Aric Wilmunder einen großen Schritt nach vorn, dessen Nachbeben bis heute zu spüren ist. Findet sich das SCUMM-System doch in vielen verschiedenen Abstraktionen und Fassungen bei weitem nicht nur in den darauffolgenden ‚Lucasfilm Games‘- und später ‚LucasArts‘-Veröffentlichungen, sondern obendrein bei sämtlichen Mitstreitern der Konkurrenz wieder. Aber sein Erbe soll nicht alles sein, was ‚Maniac Mansion‘ zu bieten hat. Die recht filmisch inszenierte Geschichte ist recht zeitlos und wird regelmäßig durch selbstablaufende Sequenzen unterbrochen, durch die man ständig weiß, was im Haus gerade vor sich geht. Und das war ziemlich wichtig, denn die Hausbewohner konnten bei ihren Streifzügen den Kindern über den Weg laufen. Damals war das Spannung pur! Wer sich heute an das Adventure setzen möchte, der sollte jedoch dicke Nostalgiegläser in der Brille haben, da das Alter doch mittlerweile ziemliche Spuren hinterlassen hat. Alle anderen downloaden sich das Fan-Remake ‚Maniac Mansion Deluxe‘. Anschauen sollte man sich das Abenteuer in Goonies-Tradition aber auf jeden Fall einmal. Es ist eben ein Stück Genre-Geschichte und da sollte man als Fan schon mitreden können!

[ Klassiker-Test (neu aufgelegt) _ 03.03.2017 ]


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